Mittwoch, 3. Dezember 2008

1956 Hans Baltisberger verunglückt tödlich beim GP der CSR




Am 26. August 1956 verunglückte der Betzinger Motorradrennfahrer Hans Baltisberger beim Großen Preis der Tschechoslowakei in Brünn tödlich und wurde am 1. September 1956 auf dem Betzinger Friedhof unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt.

Die letzten Fotos aus seinem Leben:

Oben: Volle Konzentration kurz vor dem Start des Rennens in Brünn, links von Baltisberger die Fahrer Kassner und Lottes

2. Foto: Sekunden vor dem Todessturz in Brünn. Hinter dem führenden Baltisberger liegt Horst Kassner, der dann auch dieses Rennen gewann.

3. Foto: Trauerzug am 1. September 1956 von der Betzinger Kirche zum Friedhof

4. Foto: Der Leichenwagen in der Straße "Im Wasen"

Tausende säumten den Weg des Trauerzuges. Motorradrennfahrer hatten in den 1950er Jahren etwa die Popularität wie heutige Formel 1 Fahrer, der Sport zog massenhaft die Fans an. Beim letzten Rennen von Baltisberger in Brünn waren offiziell 450.000 Zuschauer dabei - inoffiziell dürften es noch etliche mehr gewesen sein. Die Sargträger waren auch mit den Weltmeistern Werner Haas und H.P. Müller u.a. sehr prominent besetzt. Vermutlich wird eine so große Beerdigung in Betzingen nie mehr stattfinden

Mehr über Hans Baltisberger auf meiner website

Schulausflug 1953

Buben des Betzinger Jahrgangs 1942 bei einem Schulausflug im Juli 1953 mit ihrem Lehrer Ernst Spannagel. Angesagte Kleidung bei den Jungen waren damals Lederhose, Hosenträger und Kniestrümpfe.

Betzinger Portfolio Foto Archiv Werner

Vor dem Haus


1922 vor dem Bauernhaus von Martin Leibssle in der Schickhardtstraße 2 aufgenommen. Ein schönes Bilddokument aus dem alten Betzingen.
Das kleine Mädchen, welches die Frau links auf dem Arm hat, ist die heute noch in Betzingen lebende Annemarie Weiß geb. Leibssle, damals 2 Jahre alt. Daneben steht ihre Tante Christine Leibssle und ihr Vater Martin Leibssle. Der Mann rechts ist ein Verwandter aus Ohmenhausen.

Weber & Wittel



An der Haltestelle des Gönninger Bähnle in der Rainlenstraße 12 befand sich die Bahnhofsrestauration "Germania", die auch gleichzeitig als Vereinsheim für die Sportler diente, als es das "Clubhaus" noch nicht gab. Später hielt die Firma Weber&Wittel in diese Gebäude Einzug und die "Germania" verlor ihre Funktion als Gaststätte.
Im Bild der Seniorchef Ernst Wittel an seinem 80. Geburtstag im Juni 1957. Mit auf dem Bild sein Sohn Ernst Wittel jun. (links mit Brille) und Hermann Bliestle, der damalige Bahnhofsvorstand des "Gönninger Bahnhöfles" mit ihren jeweiligen Ehefrauen

Dienstag, 2. Dezember 2008

Historisches Mannschaftsfoto 1920

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Säcke aus Betzingen





Alte Getreidesäcke aus Betzingen. Um Verwechslungen auszuschließen, versah der jeweilige Eigentümer die Säcke mit seinem Namen, außerdem wurden die Säcke durchnummeriert. Meist wurden die Säcke von sog. "Sackmalern", denen ein zweifelhafter Ruf anhing, beschriftet. Sie zogen von Dorf zu Dorf, rührten ein schwarzes und haltbares Gemisch aus Leinöl, Bleiglätte und Ruß an und übertrugen diese Farbe mit einer Schablone auf die Säcke.
Der Sack ganz oben stammt aus dem "Nachlass" meines Großvaters Daniel Früh.


Betzinger Portfolio Fotos Archiv Werner

Gustav Nedele


Der Betzinger Gustav Nedele (Jahrgang 1897) aus der Ohmenhäuser Straße 16 mit seinem Ochsenfuhrwerk. Gustav Nedele wurde 1946 in der Steinachstraße von einem Franzosen-LKW angefahren und kam dabei ums Leben.


Betzinger Portfolio Foto Archiv Erwin Digel

Heuernte 1912



Heuernte bei der Familie Schlotterbeck, Eisenbahnstraße 10. Der Mann im Vordergrund ist Felix Schlotterbeck (1893 - 1983), rechts davon sein Vater Johannes Schlotterbeck, der in Betzingen "Flötenhannes" genannt wurde, daneben dessen Ehefrau. Auf dem Wagen steht der Bruder des "Flötenhannes", Eugen Schlotterbeck.

Montag, 1. Dezember 2008

Betzinger Muttermilch für Königskind



König Wilhelm II von Württemberg heiratete 1877 die Prinzessin von Waldeck-Pyrmont, die am 19. Dezember des gleichen Jahres die gemeinsame Tochter Pauline zur Welt brachte. Die kränkelnde Prinzessin - sie starb auch bereits 1882 nach dem sie zwei weitere Kinder tot zur Welt brachte - konnte die erstgeborene kleine Königstochter Pauline nicht stillen, denn sie hatte nicht genügend Milch.



Der König holte deswegen die junge Betzingerin Christine Görlach als sog. "Säug-Amme" an den Königshof in Stuttgart.

Christine Görlach blieb dort etwa 10 Monate und säugte die kleine Prinzessin. Später gingen drei ihrer sechs Schwestern, wie auch ihre Tochter, ebenfalls nach Stuttgart. Sie gehörten fest zum Personal des Königs und hatten die Auflage, sich in Tracht zu kleiden. Der König wollte, wie erzählt wird, dass "man seine Betzinger" erkennt.

Bild oben: Pauline in späteren Jahren als Ehefrau des Fürsten zu Wied
Bild unten: Paulinchen als junges Prinzesschen von Württemberg

Leider habe ich momentan kein Foto von Christine Görlach, die in Betzingen nur "d'Säug-Amm" genannt wurde. Aber es sind welche von ihr vorhanden. Wenn ich eines auftreiben kann, stelle ich es hier rein.

Mit Schaubkratten und Bauscht


Marie Schmid geb. Sauer (1881 - 1968) aus der Werkmeisterstraße begibt sich im Jahre 1965 auf den Weg zum Bäcker, um Brot backen zu lassen. Zwei Schaubkratten mit Teig trägt sie links und rechts, den Dritten mit Hilfe eines sog. "Bauschts" auf dem Kopf.

Die letzten Bewohner Im Dorf 16



Die letzten Bewohner in dem Trippelhaus in der Straße "Im Dorf 16", welches heute als Betzinger Heimatmuseum genutzt wird, war die Familie Bauer. Im unteren Bild Barbara Bauer, Hermann Bauer (im 2. Weltkrieg gefallen) und Fritz Bauer. Das Foto entstand während eines Heimaturlaubs des jungen Soldaten Hermann Bauer.

Das obere Bild entstand viele Jahre später anlässlich der Goldenen Hochzeit von Barbara Bauer und Fritz Bauer in der Wohnstube des heutigen Heimatmuseums. Das Bild von Hermann Bauer hängt an der Wand................

Das alte Betzinger Naturfreibad Strudel




So gut wie vergessen ist heute das ehemalige Naturfreibad "Strudel" in Betzingen, in dem Generationen von Betzingern das Schwimmen erlernten. Am Strudel wurde das Wasser des Breitenbachs mit Hilfe eines kleinen Stauwehrs und einer sog. "Fall" gestaut und 1909 wurde das betonierte Schwimmbecken angelegt, welches eine respektable Größe hatte und bis zu 2 m tief war.
Im TIP Block "Geschichte vor Ort" besuchte eine Gruppe von Siebtklässlern die heute nur noch schwer zugängliche Stelle und erkundeten die verbliebenen Relikte dieses Freibades, welches erst aufgegeben wurde, als in Reutlingen das Markwasenfreibad eröffnete.

Mehr über den Strudel