Montag, 28. Dezember 2009

Auf der Treppe der Küblerschen Apotheke

Wohl aus der Mitte der 1920er Jahre stammt dieses Foto. Auf der Treppe zur "Küblerschen Apotheke", die heute Steinach-Apotheke heißt, stehen von links nach rechts: Klara (geb. Kübler) und Gottlob Maier, Mutter Kübler, Rudolf und Trude Kübler. Das Foto ist dem Buch Echazwasser, Kartoffeln und Kunst von Annemarie Walz entnommen. Sie ist die Tochter von Klara und Gottlob Maier, der ab 1925 die Küblersche Apotheke in Betzingen übernahm.

Leseprobe aus diesem Buch:

Vorne, an der Steinachstraße führten drei Stufen zur Apothekentüre hinauf, ein Messinggeländer, blank wie Gold, bot Halt. Die Hauswand nebenan hielt das weiße Emailleschild. In schwarzen Buchstaben war zu lesen:

Küblersche Apotheke
Apotheker Gottlob Maier

Das Haus steht wie früher an der Steinachstraße, gerade da, wo sie einen Knick macht. Weshalb man aus seinen Fenstern schon immer ein gutes Stück weit hinauf, Reutlingen zu, und hinab zur Kirche und der Wirtschaft "Zum Schwan" sehen konnte. Hinüber zur Haltestelle der Straßenbahn waren es nur wenige Schritte; deren Gleise liefen fortan von der Mitte der gepflasterten Hauptstraße herüber und entlang der Randsteine, neben dem Gehweg her, direkt am Haus vorbei bis zur Endstation beim Schwanen. Dies selten ohne schmerzhaft schrilles Grillen der Räder - die, wie die ganze weiß-grüne Straßenbahn und ihr ungeduldiges Gebimmel leider längst Geschichte sind.

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